Freitag, 14. Dezember 2012

Feierei mit kultureller Forschung

Lange ist es her, dass ich hier was aktualisiert hab – und an der Stelle sorry dafür.
Letztlich hat das aber einen guten Grund – der Stress durch die Uni.
Unfassbar, wie viele Nächte ich mir schon deswegen um die Ohren gehauen hab…glücklicherweise ist langsam ein Ende in Sicht und ich hab auch wieder Zeit einen Blog-Eintrag zu schreiben :)

Was ist alles in den letzten 4 Wochen passiert? Wenn ich so zurückblicke, tatsächlich keine Unmengen an aufzählbaren Aktivitäten. Dafür konnte ich aber in der Zeit viele kulturelle Einblicke sammeln, die langsam dazu führen, dass ich verstehe warum die Industrieländer in Europa immer noch so einen guten Ruf weltweit genießen. Schon schnell merkt man als Deutscher, dass alles hier deutlich langsamer passiert. Jedoch fasziniert mich vor allem die Eigenschaft mancher Einheimischer simple Probleme mit komplexen Gedankengängen lösen zu wollen. Anders kann ich es mir wirklich nicht erklären, wie man 5 (!) Minuten vor einer Glastür zur Vorlesung stehen kann ohne sie aufzukriegen. Eine Person stand davor und drückte lediglich dagegen. Das ist gerade dann blöd, wenn die Tür nur durch ziehen geöffnet werden kann.  Ich saß hinter der Tür (auf der dezent in riesen Buchstaben PULL stand) in der Vorlesung und hätte theoretisch helfen können…



Ganz ehrlich? Das Spektakel konnte ich mir nun wirklich nicht entgehen lassen und musste ich einfach in meine eigenen kulturellen Forschungen aufnehmen. Mein persönliches Highlight erfolgte aber erst nach 3 Minuten. Ein anderer Asiate geht an der drückenden Person vorbei und öffnet die Tür durch ziehen.


Es hat 2 MINUTEN GEDAUERT, in der die vor der Tür stehende Person das Drücken aufhörte und es mit ziehen versuchte. Während sich meine Hände schon zum Applaus formten, war es dann doch meine Fassungslosigkeit und auch ein wenig Mitleid das siegte. Unfassbar.
Aber und das muss ich auch sagen, es gbt hier auch ganz andere Konsorten, die uns in sehr vielen Dingen was vormachen und uns auch unsere eigenen Grenzen aufzeigen können.


Definitiver Höhepunkt war feiermäßig in den 4 Wochen ZoukOut. Zoukout ist die asiatische Version von Tomorrowland und versammelt zahlreiche internationale DJs am Strand von Sentosa Island auf mehreren Bühnen. Glücklicherweise hatten wir uns schon zu Beginn des Semesters um Karten gekümmert und konnten somit live bis zum Morgengrauen Paul van Dyk, Calvin Harris, Knife Party und Paul Kalkbrenner am Strand genießen.

Ein weiteres Highlight war die Helipad Party auf dem Swissotel in Singapur. Es ist schon interessant, wie man auf einem bloßen Helikopterlandeplatz durch 2 Bars, eine riesen Soundanlage und einem Lichtsystem simpel einen Außenclub kreieren kann. Klar, dass hier super Fotos entstanden sind - trotz allem befand sich hier eher die High Society und man kam sich selbst im Hemd ein wenig underdressed vor. Dementsprechend zog es uns dann schnell weiter ins Ku De Ta.

Das Ku De Ta der Club auf den Marina Bay Sands Hotels (57.Stock) und wohl einer der angesagtesten in Singapur. Nachdem wir uns dort reingemogelt hatten, staunten gerade unsere Franzosen gar nicht schlecht. Zum Einen, traf man dort auf Prinz Albert und Charlene von Monaco, die sich kurz im Club zeigten und dann im VIP Bereich verschwanden, zum Anderen auf Byron Kelleher einen ziemlich bekannten Rugby Spieler aus Neuseeland. Dieser wiederum schüttelte allen breit grinsend die Hand als er sah, dass ihn ein paar Leute erkannt hatten. Während die Franzosen vollkommen ausrasteten und reihenweise Fotos schossen, die jetzt neue Profilbilder auf Facebook sind(Rugby ist da ziemlich populär), hatte ich absolut keine Ahnung wer dieser heruntergewirtschaftete Kerl war, der mir gerade die Hand gab. Unangenehm ist dann wenn man die Französin neben sich mit einem Grinsen fragt, wer denn dieser dicklich wirkende (letztlich waren das wohl Muskeln und ich hatte einen im Tee) alte Kerl ist. MERKE: Beleidige nie nie nie französische Idole.

Kommt gar nicht gut an. Ich durfte mir danach bitterböse seine ganzen Erfolge anhören und wie sehr man ihn in Frankreich verehrt. Ich führs nicht weiter aus, denn es war wirklich genauso uninteressant wie sich das anhört und ich schlich mich danach von der Gruppe weg :D

Was kann man ansonsten über die letzte Zeit sagen? Jeden Tag merke ich hier aufs Neue, dass wir uns gerade in der Regenzeit befinden. Ich habe es noch nie erlebt, dass es a) 4-5 die Woche gewittert und b), dass innerhalb von 2 Minuten ein Regen entsteht, der alle Straßen unter Wasser setzt und einen in wenigen Sekunden triefend nass macht. Dagegen ist deutsches Unwetter echt absoluter Kindergarten. Habe das ganze mal versucht mit ein paar Bildern festzuhalten, die beste Version der traurigen Versuche seht ihr unten bei den Bildern. Bis bald ;)

Japaner im Foodcourt - Beste Leute :)

Regenzeit in Singapur

Marina Bay Sands


Helipad Party @ Swissotel


Das Ku De Ta feiert I
Das Ku De Ta feiert II
In den Vorlesungen hat alles immer seine Ordnung und eine Einzeltischplanung

Die Indo-German Connection
Hmm welchen nehme ich denn heute?
Hellooo Avalon :)
Paul Kalkbrenner @ ZoukOut
ZoukOut I
ZoukOut II

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen